Was hat psychologische Sicherheit mit Schauspiel zu tun? Sehr viel, das kann ich schon mal verraten. Den Begriff „psychologische Sicherheit“ habe ich vor gar nicht allzu langer Zeit erst so richtig kennen gelernt. Was er beinhaltet, weiß ich seit langem: die vertrauensvolle Atmosphäre, in der Teammitglieder sich offen zeigen können und dadurch das volle Potential entfalten.
Genau das fördert Schauspiel. Emotionen zeigen, scheitern, ausprobieren, improvisieren.
„Ich bin kein Bühnenmensch. Und albern sein ist nicht so meins.“
10 Minuten später stand sie in der Mitte, spielte mit einem unsichtbaren Besen, der plötzlich zu einem Mikrofon wurde.
Ihr Kollege? Verwandelte sich spontan in den Chor.
Es war absurd. Es war wild.
Und dann lachten sie. Laut. Gemeinsam.
Nicht über einander. Sondern weil sie sich zum ersten Mal wirklich begegneten.
In dieser Szene fiel etwas ab: die Unsicherheit, die Titel, die Zurückhaltung.
Ab diesem Moment arbeiteten sie anders miteinander.
Psychologische Sicherheit entsteht nicht im Meeting.
Sie entsteht im Erleben.
Improvisation ist kein Theater. Es ist ein Raum, in dem Teams sich selbst begegnen – mit Humor, mit Mut, mit Neugier.
Und manchmal ist eine unsichtbare Requisite alles, was es braucht.
Ich habe kürzlich ein sehr inspirierendes Seminar bei Sina Lampe und Marie Theres Orthen zu dem Thema gemacht und daraufhin hier meine 5 Insights zum Thema „Psychologische Sicherheit und Schauspiel“ zusammengestellt.
- Wer etwas von sich zeigt, schafft Nähe.
- Indem wir uns in andere Rollen hineinversetzen, trainieren wir Empathie
- Wenn wir Kolleg*innen beim Spielen zuschauen, geben wir Raum,
gesehen zu werden. - Wenn wir uns als Führungskraft auf eine unbekannte Schauspielübung einlassen, signalisieren wir dem Team Fehlertoleranz.
- Wertschätzung. Wie die aussieht, verrate ich dir erst, wenn wir uns persönlich kennenlernen ;).



